LKH Mariazell

Sicher sauber ohne Gift!

Umweltteam Mariazell: Umweltschutz ist Aufgabe für alle - Umstieg auf tensidfreie Reinigungsmittel

Das Umweltteam im LKH Mariazell zeigt mit einem engagierten Reinigungsprojekt, dass aktiver Umweltschutz vielfachen Nutzen bringt.

„Klinisch sauber“ ist auch umgangssprachlich das Prädikat für absolute Reinheit. Und geputzt wird im Krankenhaus tatsächlich sehr ausgiebig – meist mit Hilfe von viel umweltbelastender Chemie, die nach Gebrauch über das Abwasser „entsorgt“ wird.

Damit wollte sich das Umweltteam im LKH Mariazell aber nicht abfinden und machte sich – angeregt durch das KAGes Umweltthema 2000 „Wasser sorgsam nutzen“ – auf die Suche nach Alternativen. Im Preyer’schen Kinderspital in Wien, das bekannt ist für sein Umweltengagement, wurde man fündig: K10 – ein Allzweckreiniger, der keine Tenside enthält und auch mit seinen anderen, völlig natürlichen Inhaltsstoffen keine Gefährdung für unsere Gewässer darstellt. Dass man K10 sogar trinken kann, wie die Herstellerfirma behauptet, wurde ohne Selbstversuch akzeptiert.

In Abstimmung mit dem Reinigungsdienst und der Hygienefachkraft wurden die weitere Vorgangsweise geplant, Vor- und Nachteile erarbeitet und eine erste Grobkostenschätzung durchgeführt. Durch diese sorgfältige Vorbereitung kam dann auch von der Anstaltsleitung grünes Licht für die probeweise Verwendung von K10 als alleiniges Universalreinigungsmittel.

Initiative des Reinigungsteams war gefragt

Dosieranlage: Technik hilft, Fehler zu vermeiden

Die treibende Kraft für die Umsetzung war und ist die neu ernannte lokale Umweltkoordinatorin Bdir.-Stv. Andrea Heil. Doch ebenso wichtig waren Initiative und Durchhaltevermögen des Reinigungsteams unter der Leitung von Frau Margarete Mahr. Kein Schaum im Kübel wie gewohnt, die sehr hohe Anwendungsverdünnung des Konzentrates und neue Dosiereinrichtungen erforderten ein Umdenken bei allen Beteiligten. Besonderes Augenmerk hat die Hygienefachkraft Sr. Maria Oreskovic auf die Beibehaltung des hohen Hygienestandards gelegt, verstärkt Abklatsche genommen und sehr kritisch die optische Qualitätsbeurteilung durchgeführt.

Das neue Mittel hielt auch dieser Prüfung stand. All das musste gut dokumentiert werden. Auch von arbeitsmedizinischer und sicherheitstechnischer Seite zeigen sich klare Vorteile: Lagerung, Transport und Anwendung, sowie die Entsorgung von Produktresten ist problemlos, da das Produkt weder als Gefahrengut, noch als Gefahrenstoff gekennzeichnet ist. Und die
Raumluft wird durch das praktisch geruchlose Produkt auch nicht belastet.

links: erst durch Schulung des Reinigungsteams wird der Erfolg sichergestellt.
rechts: Umweltkoordinatorin Andrea Heil vor Infotafel: "Von Anfang an ausführlich informieren!"

Betriebsdirektor Josef Wedl freut sich doppelt über den Erfolg seines engagierten Umweltteams: schließlich können die Kosten für Reinigungsmittel im LKH Mariazell nahezu halbiert werden!

14. Aug 2004 (letzte Aktualisierung)
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